1.Juli 2017….. Honigernte!

Christian holt die Waben raus.
Langsam füllt sich die Kiste.
Doris, Tim und Christian.
Ein Hoch auf die Zentrifugalkraft.
Klaffenbacher Juni Honig
Der schmeckt richtig lecker.

Unfassbar, 2 Völker und zusammen haben die Bienen über 30 kg Honig erzeugt. Und wir müssen nochmals schleudern!

 

Boahhh…. Honig!!!

Ich bin sprachlos… trotz diesem miserablen Start in den Bienenfrühling sind an den beiden Trachtvölkern die Honigzargen schon extrem schwer. Wenn ich die Flugrichtungen der Bienen richtig deute geht eine Transitstrecke direkt Richtung Wald. Die Anflugbrettchen gleichen dem Angriff der Ausserirdischen beim Independence Day SF Film. In 10 er Gruppen starten die nimmermüden Damen in Richtung Tracht, um sich und auch uns reichlich Honig produzieren zu können. Da die Honigwaben schon recht voll, aber noch nicht verdeckelt und damit noch über 18% Wassergehalt haben und wir jetzt erstmal weg sind und nicht Honig ernten können statte ich beide Völker mit jeweils einer zweiten Honigzarge aus. Ich bin jetzt echt gespannt was die Damen damit anstellen bis wir wieder zurück sind.

Es hat geklappt… Dank an den Paten! Bienenpate Jürgen.

Ich hätte es nicht geglaubt aber tatsächlich sind in drei von vier Ablegerkästen junge Königinnen vorhanden die bereits Eier gelegt haben. Mit zittrigen Fingern ist es mir gelungen die Jungköniginnen mit Lackstift zu markieren und unbeschadet in ihre Völkchen zurück zu bugsieren. Ich markiere sie alle mit weisem Lack damit ich sie schneller wieder finde und nicht versehentlich entnehme oder gar zerquetsche. Imker mit mehr Völker benutzen je nach Jahr verschiedene Farben aber bei meiner Minifarm kann ich mir das Alter der Königinnen noch im Kopf merken. Ich denke es ist wichtiger das die Hoheiten Namen bekommen…  daher nenne ich sie Aglaja, die kommt im Herbst ins Österreich Volk, Alice wird die Herrscherin von Italien und Aurelie übernimmt in Frankreich die Geschicke. Im vierten  Ableger sind jetzt auch drei Weiselzellen verdeckelt und wenn alles klappt bekommt auch Deutschland eine neue Monarchin… ihr Name? Klar… Anna! Nochmals Dank an Jürgen , meinen Bienenpaten, der sehr, sehr geduldig meine Fragen beantwortet und auch selber die Imkerei Praktiken ständig kritisch hinterfragt!

Mitte Mai… es geht doch!

Es ist jetzt Mitte Mai und das Wetter hat sich deutlich gebessert. Die Damen fliegen, sammeln Pollen am Morgen und Nektar am Mittag und sind meines Erachtens bester Laune, wie ich auch. Bei der Durchsicht der Völker ist an einem Ableger die „Altbrut“ geschlüpft aber keine Königin und auch keine neu gelegten Eier sind zu sehen. Die Waben sind voller Bienen aber wenn ich sie herausziehe merke ich das die Waben so gut wie nichts wiegen….. ich habe die Vermutung das dieses kleine Völkchen ausgeräubert wurde. Kurzerhand hole ich aus dem Deutschland Volk nochmals eine frisch bestiftete und am Rand mit Nektar gefüllte Brutwabe und hänge sie fluchs in das Ablegervolk.

Anfang Mai… Winter?

Der erneute Kälteeinbruch war verheerend. Anfänglich war ständig Regen und die Bienen konnten nicht fliegen und dann zwei Frostnächte die den kompletten Obstblüten den Garaus machten. Da die beiden Trachtvölker sich bereits prächtig weiter entwickeln und ich ja noch die zwei Ablegerkästen in petto habe, mach ich einfach nochmals zwei Ableger nach der Pia Aumeier Methode. Die beiden ersten Ableger von Ende April haben übrigens bereits verdeckelte Königinnenzellen! Da im Moment so magere Zeiten in der Natur herrschen füttere ich auch die beiden Trachtvölker etwas auf. Aber nur maximal einen Liter… es soll die trachtlose Zeit überbrücken aber die Bienen sollen damit keine Vorräte anlegen da sonst der Honig später Sirup Anteile besitzt… und das will ich vermeiden.

Ende April, ich versuche einen Ableger zu bilden.

In eine leere Zarge habe ich aus dem Österreich Volk, was momentan den agilsten Eindruck macht, eine mit frischen Stiften (Eiern), verdeckelten Brutzellen, Futterzellen und ansitzenden Pflegebienen eine Wabe entnommen und in eine Leerzarge mit Gitterboden gehängt. Die Brutwabe kommt ganz auf die Seite und danach eine Mittelwand und da ich erst Anfänger bin und keine Futterwaben vom Vorjahr übrig habe, benutze ich eine leere Milchtüte, stecke ein paar Ästchen rein und fülle sie mit Weizenbier .… quatsch Weizensirup. Die Sirup-Tüte stelle ich ganz nah an die Mittelwand und mit einem kleinen Ästchen lege ich feine Futterspuren auf die Mittelwand und die nebenliegende Brutwabe. Vorsichtig machen, denn wenn der Sirup unten rausläuft steht ruck-zuck das Nachbarvolk zum Essenfassen an der Tür! Eigentlich sollte das Ablegervolk (es wird einmal „Frankreich“ heißen) mindestens 4 Kilometer vom Bienenstand entfernt aufgestellt werden, damit die Bienen nicht ins alte Volk zurückkehren. Da ich aber keinen anderen Stand habe stelle ich sie für 3 Tage und Nächte in den Keller….. das soll auch funktionieren. Am vierten Tag kommen sie wieder zu den anderen Völkern auf den Bienenstand und dann heißt es ….. warten. Die selbe Prozedur führe ich mit dem Deutschland Volk durch um daraus „Italien“ zu erschaffen.

Anfang April

Heute am 1. April, bei herrlichem Wetter und Beginn der Süßkirschblüte, hab ich die Honigzargen aufgesetzt. Um nur den Honigmacherinnen den Weg in die oberste Zarge frei zu geben hab  ich ein Absperrgitter eingelegt. Für die Königin und ihre Eierlegewut ist hier Schluss. Ich will ja Honig und keine Bienenlarven schleudern. Es gibt Imker die verwenden andere Beutensysteme und können oder wollen diese Trennung nicht. Die Folge ist, Larvenzellen und Honigzellen werden, mit einem Tuch, zusammen ausgepresst…..

Da will ich lieber keinen Honig ernten!

der Frühling kann kommen

Heute hat auch Deutschland, das Ablegervolk von 2016 eine Erweiterungszarge mit 10 Mittelwänden erhalten. Die Bienen fliegen eifrig und durch das rechtzeitige Erweitern hoffe ich den Damen genügend Platz zu bieten um ihre Schwarmlust etwas zu dämpfen. Hier im Wieslauftal blühen die ersten Weiden, Haselnuss und Krokusse, oder heißt das Krokanten?